Lucie

Lucie Misini ist 1979 in Tschechien geboren, in dem 50.000 Seelen-Städtchen Teplice. Sie ist die älteste von 4 Geschwistern.

2001 zog sie nach Deutschland, zu ihrem zukünftigen Mann, den sie in Tchechien kennen und lieben lernte. Da ihr tschechischer Schulabschluss in ihrer neuen Heimat nicht anerkannt wurde, machte sie an an der VHS in Bergisch Gladbach ihren Realschulabschluss . Anschließend folgte Abitur in Köln und Jurastudium in Bielefeld und später in Köln. Private Gründe sorgten dafür, dass sie ihr Studium nicht beenden konnte.

Lucie ist selbständig und arbeitet aktuell in der Marktforschung.

Neben der Politik liebt sie das Kochen, bevorzugt gemeinsam mit ihrem Mann, der ebenfalls ein hervorragender Koch ist, und natürlich lieben sie beide gemeinsam ihren russischen Toy Terrier Rocky.

Politisch schlug ihr Herz schon immer links. 2008 trat sie in die Linke ein und ist seit 2014 Ratsfrau der Stadt Bergisch Gladbach.

Ihre politischen Schwerpunkte sind:

Kinder- und Altersarmut stoppen!

Nachwuchs fördern, Familien unterstützen. Menschen dürfen keine Angst davor haben, eine Familie zu gründen. Kinder dürfen kein Luxus sein!

Genauso wenig wie wohnen, essen, medizinische Versorgung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben kein Luxus sein dürfen.

Art.1 des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar muss wieder im Vordergrund stehen.

Soziale Gerechtigkeit muss für alle gelten. Niemand sollte sich die Frage stellen müssen, ob man lieber die Miete zahlt oder dem Kind doch endlich mal einen neuen Schulranzen!

Menschen brauchen Perspektiven. Deshalb muss Leiharbeit und auch sachgrundlose Befristungen abgeschafft werden.

Politik muss wieder für den Menschen gemacht werden, nicht für Konzerne und Superreiche.

„Der Mensch zählt. Kapitalismus ist unsozial!

Der Mensch zählt. Jeder Mensch zählt. Niemand zählt mehr als irgendjemand anderes. Zumindest sollte es so sein. Ich träume zumindest von einer Welt, in der dies so ist. Ich selbst habe mir schon oft die Frage gestellt, wie viel zählt ein Mensch wirklich? Wie viel ist ein Mensch wert? Dass nicht jeder Mensch gleich viel zählt, auch wenn unser Grundgesetz etwas anderes vermuten lässt, ist leider unumstritten. Dass beispielsweise Menschen in Afghanistan oder dem Irak weniger wert sind, als ein Mensch hierzulande, erfährt man schnell, wenn wieder einmal ein NATO-Mitglied Kollateralschäden in einem Kriegsgebiet hinterlässt, also unschuldige Menschen tötet. Wenn die Angehörigen viel Glück haben, bekommen sie vielleicht eine kleine Entschädigung. Nach dem „umstrittenen“ Luftangriff auf zwei Tanklastzüge in Afghanistan 2009, erhielten die Angehörigen pro Getötetem 2000 Euro. So viel war 2009 also ein Mensch in Afghanistan wert. Dann muss der Betrag für einen Menschen in unserer „zivilisierten“ Welt doch um ein vielfaches höher sein. Oder etwa nicht?

Dass dies nicht der Fall ist, zeigte uns allen vor kurzem der sehr traurige Fall von dem Hochhausbrand in London. Innerhalb sehr kurzer Zeit stand das gesamte Haus in Flammen, sodass viele Menschen nicht mehr entkommen konnten. Und wieso? Weil man an der Wärmedämmung gespart hatte. Feuerfeste Dämmung wäre teurer gewesen. Eine Tageszeitung behauptet knapp 6000 Euro. Bisher sind dem Brand 79 Menschen zum Opfer gefallen. Hätte man tatsächlich feuerfeste Wärmedämmung für 6000 Euro mehr kaufen können, so hätte man das Leben dieser Menschen also für knapp 76 Euro pro Person retten können. Ist das der Betrag, den ein Mensch in London also nur noch wert ist? Ich bin mir sicher, dass dieser Betrag irgendwo, irgendwann noch unterboten wird. Sind Menschen eigentlich überhaupt noch etwas wert?

Nun versucht man natürlich einen Schuldigen zu finden, und sicherlich gibt es denjenigen auch in Person. Aber ist der eigentlich Schuldige nicht der Kapitalismus? Wird im Kapitalismus nicht einfach nur noch alles in Geld gemessen? Im Kapitalismus heißt es nicht: Wie können wir das Leben der Menschen verbessern oder sicherer machen. Im Kapitalismus heißt es: Wie können wir das Leben der Menschen verbessern oder sicherer machen, so dass es möglichst wenig kostet!

Der Kapitalismus, die Geißel der Menschheit, breitet sich auch immer weiter aus. Sozialstaat war einmal. Tagtäglich sehen wir in den Nachrichten die negativen Auswirkungen des Kapitalismus, wenn beispielsweise wieder einmal über kaum noch bezahlbare Mietwohnungen diskutiert wird, wenn Menschen klagen, dass unser Gesundheitssystem immer mehr Einbußen erfährt. Sicherlich kann man einen Miethai zur Verantwortung ziehen, der mit seinen Immobilien Gewinne einfahren will, bzw. muss. Aber auch er ist lediglich den Gesetzen des Kapitalismus unterworfen. Und im Kapitalismus ist nun einmal kein Platz für Menschlichkeit. Auch wenn es Gott sei Dank immer wieder ein paar Menschen gibt, die sich dem entgegenstellen und trotz Kapitalismus menschlich bleiben. Leider ist dies jedoch nicht die Regel.

Bei all den Nachteilen dieses Wirtschaftssystems, welche uns ständig vor Augen geführt werden, stellt sich mir die Frage: Wieso halten die Menschen weiterhin so am Kapitalismus fest? Ist es der Traum, dass jeder im Kapitalismus etwas werden kann? Leider bleibt dieser Traum für die meisten Menschen nur ein Traum. Reicher, immer reicher werden meist nur ein paar wenige, und die lassen viele Menschen zu Billiglöhnen für sich schuften. Solch eine Bezahlung auch noch als „Lohn“ zu bezeichnen, ist vielmals eigentlich nur noch eine Frechheit!
Und das alles im Namen des Kapitalismus. Ich sage: Kapitalismus ist unsozial! Wir müssen endlich aufstehen, und den Großkapitalisten und –aktionären sagen: So nicht! Schluss damit! Wir sind nicht eure Lohnsklaven! Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen, nicht umgekehrt!

Lasst uns gemeinsam aufstehen. Lasst uns gemeinsam etwas bewirken, damit der Mensch wieder etwas wert ist!

Dafür stehe ich, dafür trete ich an.

Eure Lucie Misini